Burgfestspiele auf Burg Husen in Hausach Schwarzwald

Die diesjährigen Burgfestspiele in Hausach im Schwarzwald erinnern an den früheren Graf Heinrich VI. zu Fürstenberg. Mit dem historischen Stück lässt Autor, Intendant und Regisseur Jürgen Clever, Graf Heinrich wieder aufleben. Das verspricht spannende Inszenierungen in einer einmaligen Kulisse über das Leben und Wirken des Grafen, Erbauer der Burg Husen und Herr im Kinzigtal im 15. Jahrhundert. Das Freilichtbühnenspektakel erzählt von Rittern, Bürgern und Gauklern von Liebe und Hass von Freundschaft und Intrigen, also von allem was eine gute Geschichte ausmacht.

Die Burg Husen wurde um 1220 unter den Zähringern zum Schutz der umliegenden Silbergruben erbaut. Ihre erste urkundliche Erwähnung als „castrum husen“ stammt aus dem Jahr 1246. Im 14, Jahrhundert ging das Anwesen als Hochzeitsgeschenk in den Besitz der Fürstenberger über. Während der Jahre 1453 bis 1477 wurde sie von Graf Heinrich VI. von Fürstenberg großzügig umgebaut, wobei nicht belegbar ist ob er dazu die seinerzeit bestehende Burg ganz oder nur teilweise abgerissen hat.

Über Heinrich VI. Graf zu Fürstenberg selbst ist nicht viel bekannt, außer dass er nie geheiratet hat aber dennoch fast 80 ′Spuri′, also uneheliche Kinder, gehabt haben soll. Der Graf, dessen Geburtsjahr nicht bekannt ist, der aber zu seinem Tod im Jahr 1490 wohl über 70 Jahre alt war, soll für die Abschaffung der Leibeigenschaft gewesen sein. Außerdem soll er dafür gesorgt haben, dass die Bauern bei ihrem Vogt Eisenpflüge leihen konnten. Zudem hat er im Kinzigtal die sonst schon bekannte Vier-Felder-Wirtschaft durchgesetzt. Überliefert ist auch, dass er wohl ein offener Christ gewesen war, der unter anderem in einem Hexenprozess getrickst haben soll, sodass die Frau freigesprochen wurde.

Auf all dem hat Jürgen Clever sein Stück aufgebaut. Natürlich geht es auch um eine große Liebe des jungen Grafen in seiner Zeit als Mündel, wobei er es nicht einfach hatte mit den Brüdern seines Vaters, die damit das Sagen hatten. Nicht fehlen darf entsprechend das Intrigenspiel. Insgesamt wirken 18 Darsteller mit. Den Grafen gibt Marco Jörger.

Autor: John Grosspietsch

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