Fürstenberger Hof

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Der „Fürstenberger Hof“ ist ein mächtiger, strohgedeckter Bauernhof, der 1660 von einer Familie Armbruster „aus dem Fürstenbergischen“ (dem Gebiet der Fürsten zu Fürstenberg) erbaut wurde. Als stattlicher Eindachhof ist der Fürstenberger Hof ein typisches Kinzigtäler Bauernhaus mit einem Untergeschoss aus Sandstein, einem Obergeschoss aus dunklem Holz mit aufwändiger Holzkonstruktion sowie einem hellen strohgedeckten Dach. Der bis 1970 noch bewohnte und voll bewirtschaftete Hof ist landesweit bekannt und beherbergt seit 1974 ein heimatgeschichtliches Museum als lebendiger Zeuge der Vergangenheit des Harmersbachtales. 1991 brannte er bis auf den Wohnteil nieder. Vereine und unzählige freiwillige Bürger setzten sich für den Erhalt ihres „Schmuckstückes“ ein und bauten den Fürstenberger Hof bis 1993 originalgetreu wieder auf. Mit 1504 Eichenholznägeln verbanden sie ausgesuchte Schwarzwaldstämme nach alten Plänen.

Heute ist der Fürstenberger Hof wieder vollständig eingerichtet und vermittelt dem Besucher einen lebendigen Eindruck vom Alltag der Schwarzwald-Bauern vor 50, 100 oder gar 300 Jahren. Als sei die ganze Familie nur mal kurz aufs Feld und habe alles stehen und liegen gelassen, kann man sich in die „Gute Stub“ mit dem Herrgottswinkel setzten oder in der rußgeschwärzten Küche mit offenem Rauchabzug in die Töpfe hinein schauen. Die Treppe hoch geht es in das großzügig ausgestattete Hochzeitszimmer, das Schlafzimmer mit dem romantischen Himmelbett und dem komplett ausgestatteten Aussteuerschrank. Um die Ecke ist Großmutters Zimmer, wo sogar das Bettfläschle für die kalte Nacht noch bereit liegt. Sogar der Sonntagsschlitten für die Fahrt zur Kirche steht auf der Tenne noch parat. In den sieben Wohnräumen des Fürstenberger Hofes sowie im Stall, in der Scheune, im Back- und Brunnenhiesli zeigt der Förderverein des Museums mit viel Liebe zum Detail ein lebensnahes Abbild des Schwarzwälder Bauernlebens.
 

Viel Spaß beim Besuch vor Ort!
 

Fürstenberger Hof

Steinrücken 5, 77736 Zell am Harmersbach, Tel.: 07835-5358

http://www.fuerstenberger-hof-museum.de/

 

Autor: Simone Grosspietsch

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