Rund um den Kürbis

kuerbissuppe

Wenn der Sommer sich dem Ende zu neigt, beginnt die Zeit der Kürbisse.

Auch im Schwarzwald ist der Speisekürbis schon längst angekommen. Lange war er in Vergessenheit geraten und wurde in den letzten Jahren wieder neu entdeckt.

Kürbisse gibt es mittlerweile in verschiedenster Form und Verwendung. Zu unterscheiden sind Zier- und Speisekürbisse. Im Herbst sieht man den Zierkürbis oft vor Häusern stehen, meist mit einem gruselig geschnitzten Gesicht das von innen leuchtet. Dieser Brauch stammt von einem alten Halloween-Mythos. Angeblich beschützen die gruseligen Fratzen am Abend vor Allerheiligen das Haus vor Hexen und Geistern. In einigen Orten im Schwarzwald werden „Kürbis-Aktionen“ angeboten, wo Kinder ihrem Kürbis ein Gesicht schnitzen dürfen. Auch zu anderen Dekozwecken werden im Herbst gerne kleine Kürbisse verwendet.

Karl der Große ließ den Flaschenkürbiss Anfang des 9. Jahrhunderts speziell wegen seiner medizinischen Wirkung in den kaiserlichen Gärten anbauen. Denn dank der vielen gesunden Inhaltsstoffe gilt der Kürbis seit Jahrtausenden auch als Heilpflanze. Hauptsächlich ist der positive Effekt auf die Harnwege, Blase und Prostata bekannt. Vor allem die Kürbiskerne sollen hierbei unterstützend wirken. In der Steiermark (Österreich) wird ein spezieller Ölkürbis angebaut, aus dem u.a. ein vorzügliches Kürbiskernöl gewonnen wird. In den Mittelmeerländern sind geröstete Kürbiskerne eine beliebte Knabberei.

Speisekürbisse werden in verschiedenen Sorten angeboten. Mittlerweile gibt es viele Rezepte wie man den Kürbis in der Küche zubereiten kann. Ob als Gemüse, Risotto, als Quiche oder Flammenkuchen, als Salat, Chutney, Mus, Auflauf, im Kartoffelstampf, Kuchen oder sogar Marmelade, jeder findet sein besonderes Lieblingsgericht. Am meisten bekannt ist jedoch die Kürbissuppe. Verfeinert mit einem Sahnehäubchen, etwas Kürbiskernöl und Kürbiskernen.

Wer der Kürbissuppe eine typisch rustikale Schwarzwälder Note geben will, kann z.B. in der Suppe den Schwarzwälder Bauchspeck mitkochen oder den geräucherten Speck in feine Streifen geschnitten und in einer Pfanne kross angebraten und kurz vor dem servieren über die Suppe geben.

Autor: Simone Grosspietsch

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