Vogt auf Mühlstein

Mühlstein-JG 033-830 
„Vogt auf Mühlstein“ ist weit über die Grenzen des Nordrach- und Harmersbachtals hinaus bekannt. 1752 erstmals erwähnt war hier der Sitz des früheren Vogts.

Ein Kapitel bewegender Geschichte, die der Heimat-Autor Heinrich Hansjakob in einem Buch niedergeschrieben hat, nahm ihren Lauf um das Jahr 1785, mit der unglücklichen Heirat der Vogtstochter Magdalena. Sie wurde von ihrem Vater, dem mächtigen Vogt Anton Muser, zur Hochzeit mit einem reichen, älteren Bauern, der bereits Witwer war, gezwungen, obwohl sie einen jungen Handwerksgesellen liebte. Nicht einmal zwei Monate nach der Hochzeit starb sie vor Kummer über das ihr zugefügte Leid. Ihr Grab auf dem Zeller Friedhof ist heute noch, über 200 Jahre nach ihrem Tode, zu besuchen. Außerdem markiert ein Bildstock, wenige 100 Meter vom Stollengrundhof entfernt im Wald, die Stelle an der der Vogt im März 1800 erfror.

Seit 1906 lädt im alten Vogtshof auf waldreicher Anhöhe ein Höhenwirtshaus zum deftigen Bauernvesper ein. In der urigen Stube wird die tragische Geschichte ihrer früheren Bewohner schnell wieder lebendig. Indes findet der stille Beter Ruhe in der alten St. Wendelins-Kapelle des mächtigen Hofes.
 

Viel Spaß beim Besuch vor Ort!
 

Mühlstein

Mühlstein 1, 77787 Nordrach, Tel.: 07838-9559410


 

Autor: Simone Grosspietsch

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