„3Welten Radweg“ – In 6 Etappen durch 3 Landschaften und zwei Länder

Hallau – Naturpark Schaffhausen

Der „3Welten-Radweg“ führt durch drei benachbarte, jedoch sehr unterschiedliche Landschaftsräume. „Schwarzwald, Hochrhein und Bodensee“. Der „3Welten-Radweg“ hat sowohl in kultureller sowie in kulinarischer Hinsicht einiges zu bieten. Genießen Sie auf der grenzüberschreitenden Tour atemberaubende Ausblicke und lassen Sie sich von der sprachlichen Vielfalt, geprägt durch die charakteristischen Unterschiede der verschiedenen Dialekte begeistern.
Nach den ersten Kilometern entlang von Rhein und Bodensee führt der längste Abschnitt der Rundtour durch den Schwarzwald. Die 290 km lange Strecke wird am gemütlichsten in 6 Etappen bewältigt. Diese können Sie ganz individuell variieren und Ihren Wünschen anpassen. In den Karten sind die Symbole der jeweiligen Radwege (bestehende Routen) vermerkt. Die Wechsel auf die Folgewege bei den Übergängen sind beschildert.

Etappe 1 Schaffhausen – Gaienhofen/Horn 33 km ∆ 170 Hm

Sehenswertes
Die Altstadt Schaffhausen mit ihren 171 Erkern lädt zum Flanieren ein. Genießen Sie einen atemberaubenden Ausblick von der offenen Zinne der Festung Munot über die Stadt und den Rhein. In Büsingen grüßt das wohl älteste Gotteshaus zwischen Schwarzwald und Bodensee, die Bergkirche St. Michael. Das Städtchen Stein am Rhein präsentiert sich mit seinen prächtig bunten Fassaden rund um den Rathausplatz.

Kulinarisches
Hinter der «Schafuuser Bölledünne» verbirgt sich ein Zwiebelkuchen. Normalerweise wird dazu traditionell Most getrunken, es passt aber selbstverständlich auch ein Glas Schaffhauser Wein.
Die «Schaffhauser Züngli» ein aus Japonaismasse, Nougat und Buttercreme hergestelltes Konfekt wird gerne zu Kaffee oder Tee serviert.

Insider-Tipps
Zur Abkühlung findet man an den Ufern von Rhein und Bodensee kleine Strandbäder.

Kultur erleben
Die Etappe von Öhningen bis Gaienhofen/Horn ist ein Ausflug in die überreiche Kultur des Bodensees. Bereits in Öhningen erblickt man das imposante über 1000 Jahre alte Augustiner-Chorherrenstift, kann in der kleinen Kirche in Kattenhorn die von Otto Dix gestalteten Kirchenfenster bewundern und trifft dann in Wangen auf die (leider) unter Wasser liegenden unter UNESCO-Schutz stehenden Reste der Pfahlbauten.

Kunst und Literatur
Im Nachbarort Hemmenhofen lädt das ehemalige Wohnhaus von Otto Dix zu einem Museumsbesuch ein und in Gaienhofen sollte man einen längeren Stopp im Hermann-Hesse-Höri-Museum machen, das im ehemaligen Wohnhaus des Dichters beheimatet ist. Die Gemäldegalerie des Museums präsentiert Werke zahlreicher Künstler, die sich ebenfalls seit Beginn des 20. Jahrhunderts in der Region niederließen.

Etappe 1 Gaienhofen/Horn – Singen 22 km ∆ 80 Hm

Natur erleben
Zwischen Gundholzen und Moos kann man sich auf den insgesamt neun Schautafeln des Bodenseepfades über Naturschutz, Landschaft und Landwirtschaft informieren. Der Mooser Hafen ist ein wahres Vogelparadies. Vor allem im Frühjahr und Herbst kann man sehr viele verschiedene Vogelarten auf ihren Rast-, Nist- und Nahrungsplätzen in Natura erleben.

Kulinarisches
Voll auf seine Kosten kommt bei dieser Etappe ebenfalls wer Gemüse mag. In mühevoller Handarbeit werden hier vor allem Gemüse, Salat, Äpfel und Kartoffeln angebaut. Eine Besonderheit ist die Bülle, eine spezielle Zwiebelart, die nur auf der Höri angebaut wird und die das EU-Gütezeichen „geschützte geografische Angabe“ trägt, ähnlich wie Schwarzwälder Schinken oder Nürnberger Lebkuchen.

Regionales
Auf der Höri findet man zahlreiche Hofläden und Gemüsestände, wo man die frischen Produkte der Region kaufen und bei einem der Picknickplätze, z.B. bei der Uferanlage in Iznang genießen kann. Die örtlichen Gastronomiebetriebe, v.a. in Moos sind bekannt für hervorragende regionale Fischspezialitäten.

Vulkane und Kunst
Auf dem weiteren Weg der Radtour verlässt man das Bodenseeufer und hat eine nicht weniger markante und eindrucksvolle Landschaft vor sich. Der Hegau mit seinen längst erloschenen Vulkanbergen begleitet den Radler auf dem weiteren Weg nach Singen. Den Hohentwiel in Sichtweite, geht es auf gut ausgeschilderten Radwegen durch den südlichen Hegau. In Worblingen lädt das Naturbad Aachtal zu einem erfrischenden Bad ein. Ab Rielasingen begleitet den Radler das kleine Flüsschen Aach bis Singen, der größten Stadt im Hegau.

Singen – wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt des Hegaus
Singen steht für Einkaufserlebnis und Museen. Der gut sortierte Einzelhandel bietet ein umfangreiches Sortiment an Waren und lädt zu ausgiebigen Shoppingtouren ein. Und wer sich für Kunst interessiert kann im archäologischen Hegaumuseum die Geschichte der Menschen im Hegau kennenlernen, im Kunstmuseum die Gemälde von Künstlern der Höri entdecken oder im MAC, Museum ART and Cars, die interessante Verbindung von Kunst und der Geschichte des Autos erleben.

Wegbeschreibung

Dieser Abschnitt führt von Schaffhausen, am Rhein entlang bis nach Gaienhofen/Horn am schönen Bodensee. Die Fahrt führt durch malerische deutsche und schweizerische Dörfer bis nach Stein am Rhein. Von hier aus geht die Strecke weiter durch kleine Ortschaften und ausgedehnte Naturschutzgebiete am Ufer des Untersees. Das Ziel befindet sich auf der Halbinsel Höri. Hier können wir die herrliche Landschaft und die Ruhe der Naturschutzgebiete genießen.
Von Gaienhofen/Horn auf der Halbinsel Höri fahren wir an den zahlreichen Naturschutzgebieten am Untersee entlang in Richtung Radolfzell. Vorher überqueren wir aber noch die Radolfzeller Aachmündung. Vor Radolfzell verlassen wir den Bodensee und fahren weiter in den Hegau in Richtung Singen. Wir streifen Überlingen am Ried, durchqueren Rielasingen-Worblingen und fahren dann an der Radolfzeller Aach entlang zu unserem Ziel. Unterwegs haben wir immer wieder eine fantastische Aussicht auf den ehemaligen Vulkan Hohentwiel.

Etappe 2 Singen – Tengen <-> 18 km ∆ 250 Hm

Vulkan- und Weinberge
In Richtung Tengen begleiten den Radler Weinberge und Vulkane. Hoch oben über der Stadt Singen thront auf 688 m Meereshöhe die Ruine Hohentwiel. Mit neun Hektar Fläche ist sie eine der größten Festungsruinen Deutschlands und bietet einen imposanten Ausblick. Von den historischen Befestigungen schweift der Blick vom Bodensee über die sanften Hügel des Thurgaus bis zur Gipfelkette der Schweizer Alpen.

Im Jahre 915 erstmals erwähnt, erlebte die Festung ruhige aber vor allem auch stürmische Zeiten, bis sie durch französische Truppen ab 1800 gesprengt und unbewohnbar gemacht wurde. Unterhalb der Festungsruine liegt auf halber Höhe der höchst gelegene Weinberg Deutschlands.
Der Elisabethen- sowie der Olgaberg bringen durch ihre nährstoffreichen und sich gut erwärmenden Vulkanverwitterungsböden jährlich ausgezeichnete Weine hervor.

„Engen, Tengen, Blumenfeld, sind die schönsten Städt` der Welt“: Dass dies nicht nur ein Reim ist, wird man bald feststellen können. Die durch kleine Hügel geprägte Landschaft, die auch das „Kleine Toskana“ genannt wird, besticht durch landschaftliche Schönheit und kulturellen Reichtum. Die kleinen, liebevoll restaurierten Städte Blumenfeld und Tengen werden den Radler begeistern.

Auf der Anhöhe des Randen liegt Tengen, ein kleiner Luftkurort mit einer besonderen Ausstrahlung. Alljährlich findet dort am letzten Oktoberwochenende das große Volksfest „Schätzele Markt“ statt. Es lohnt sich den örtlichen Hinweisschildern folgend ein Abstecher in die sehenswerte Altstadt.

Etappe 2 Tengen – Donaueschingen <-> 30 km ∆ 280 Hm

Sehenswertes
Die Sauschwänzlebahn“ in Blumberg-Zollhaus und das dazugehörende Eisenbahnmuseum mit Reiterstellwerk wartet auf dieser Teilstrecke als erstes Highlight.

Auf dem Fürstenberg war einst der Stammsitz der Fürsten zu Fürstenberg. Heute steht auf dem Gipfel, den viele Drachenflieger auch als Startpunkt benutzen, die Kardinal-Bea-Kapelle.
Die Stadt Hüfingen ist mit ihrer historischen, denkmalgeschützten Altstadt und der Römischen Baderuine ein echtes Juwel und weit über die Grenzen bekannt.

Im Familienfreizeitbad „aquari“ mit Saunalandschaft kann man hervorragend entspannen.

Weitere Höhepunkte warten in der Residenzstadt Donaueschingen. Im Schlosspark der fürstlichen Residenz fährt man ein kurzes Stück auf dem Donauradweg. Danach warten mit dem Dianabrunnen vor dem Bräustüble der Fürstenberg Brauerei, dem Kinder- und Jugendmuseum, der Stadtkirche St. Johann, den Fürstlich Fürstenbergischen Sammlungen und vor allem der Donauquelle, die seit Ende 2015 in neuem Glanz erstrahlt, eine Fülle von Sehenswürdigkeiten.

Kultur- & Insider-Tipps
Eine Fahrt mit der Sauschwänzlebahn über vier Viadukte und durch sechs Tunnel, davon dem einzigen Kreiskehrtunnel Deutschlands, ist ein „Muss“.
Nach der Besichtigung der Römischen Baderuine in Hüfingen, ist das nicht weit entfernte „Schosemer Moscht-Schöpfli“ als Vesperstube und Kuriositätenkabinett ein echter Tipp.

Das Museum Art.Plus in Donaueschingen hat in kurzer Zeit einen beachtlichen Ruf erlangt.

Wegbeschreibung

Wir verlassen Singen und folgen dem Radweg unterhalb des Hohentwiel vorbei nach Hilzingen. Dann fahren wir weiter durch den hügeligen Hegau und können dabei häufig einen Blick auf die Hegauvulkane wie den Hohenstoffeln genießen.

Bevor wir nach Büßlingen hinab fahren können wir noch das Freilichtmuseum eines römischen Gutshofs besichtigen. Kurz vor Tengen grüßt aus der Ferne die imposante Alpenkette. Und ganz in der Nähe stoßen wir auf das kleine sehenswerte Städtchen Blumenfeld.
Von Tengen aus geht es auf dem Radweg weiter steil hinauf. Hier wird man mit einer herrlichen Fernsicht belohnt. Der Weg führt durch den Wald das Breitental hinab bis ins Tal der Aitrach. Hier zweigen wir nach links ab und fahren an der Bahnlinie entlang über Riedöschingen bis kurz vor den Bahnhof der Sauschwänzlebahn in Blumberg-Zollhaus. Der kurze Abstecher von ca. 2 km bis zur Sauschwänzlebahn ist beschildert. Danach lockt ein weiterer Abstecher – auf den 790 m hohen Fürstenberg mit atemberaubender Aussicht über die Baar. Aber auch entlang des 3Welten-Radwegs warten überraschend weite Aussichten auf der Abfahrt Richtung Riedsee. Wer ins sehenswerte Hüfingen hinein möchte, biegt an der Breg nach links ab und folgt der Beschilderung in den nahen Ortskern. Danach geht es kurzweilig direkt hinein nach Donaueschingen. Um den Bahnhof zu erreichen, folgt man an der Josefstraße der Beschilderung ca. 250 m nach links.

Etappe 3 Donaueschingen – Bräunlingen <-> 34,87 km ∆ 250 Hm

Sehenswertes
Von Donaueschingen kommend hat man kurz vor „Zollhaus“ die Möglichkeit, sich über eine „Extraschleife“ die tollen Highlights von Bad Dürrheim sowie in Schwenningen das mehrfach ausgezeichnete Uhrenindustriemuseum, die Neckarquelle und das Naturschutzgebiet „Schwenninger Moos“ anzuschauen. Für die alte Zähringerstadt Villingen sollte man unbedingt Zeit mitbringen. Allein schon die historische Innenstadt mit Stadtmauer, Toren und Türmen, dem alten Rathaus, dem Münster und dem Franziskanermuseum ist sehenswert. Am Ortsausgang von Villingen in Richtung Rietheim passiert man rechterhand den Magdalenenberg, der den größten Grabhügel mit 126 Nachbestattungen und den größten hallstattzeitlichen Holzfund Mitteleuropas aus dem Jahr 616 v. Chr. beherbergte, der heute im Franziskanermuseum besichtigt werden kann. „Brigach und Breg bringen die Donau zu weg.“ Beide Donauquellflüsse, die im Schlosspark in Donaueschingen zusammenfließen und fortan die Donau bilden, erlebt man im Verlauf der Tour. Zunächst trifft man in Villingen und im Brigachtal auf die Brigach und in Wolterdingen auf die Breg.

Insider-Tipps
In Wolterdingen wurde im Jahr 2012 ein Hochwasserrückhaltebecken errichtet, dessen Absperrdamm eine Kronenlänge von 460 Metern und eine maximale Höhe von 18 Metern aufweist. Das Rück-haltevolumen beträgt bis zu 4,7 Mio. m3 Wasser und schützt die Orte an Breg und Oberer Donau bis Ulm.

Wegbeschreibung

In Donaueschingen geht es durch die Stadtmitte zunächst bergauf. Der Radweg folgt hügelig dem ehemaligen Römerweg bis nach Villingen-Zollhaus und weiter bis nach Villingen. Der Bahnhof befindet sich nach der Brücke über die Gleise 300 m links. Um in die Innenstadt zu gelangen, folgt man dem Radweg und fährt auf der Paradiesgasse geradeaus. Der 3Welten-Radweg geht am Ortskern vorbei und verlässt Villingen Richtung Süden. Hügelig und aussichtsreich geht es weiter über Rietheim und Brigachtal. Kurz nach Klengen bewältigen wir einen längeren Anstieg, der mit einer tollen Aussicht belohnt wird. Durch das beschauliche Wolterdingen geht es weiter auf dem alten Bahndamm der Bregtalbahn bis direkt in den Ortskern von Bräunlingen.

Etappe 4 Bräunlingen – Titisee-Neustadt 38 km ∆ 450 Hm

Sehenswertes
Die Zähringerstadt Bräunlingen hat in und um ihre historische Altstadt mit Stadtmauer und Mühlentor, das letzte von ehemals vier Stadttoren, viel zu bieten. Die Remigiuskirche und die Ottilienkapelle, beide außerhalb der Stadtmauern gelegen, sind sehr sehenswert. Im Kelnhof-Museum ist die Geschichte der Stadt Bräunlingen zentrales Thema. Der Narrenbrunnen ist eine Hommage an die verschiedenen Figuren und Gruppen der traditionellen Bräunlinger Fastnacht.
Am denkmalgeschützten Kraftwerksgebäude in Waldhausen vorbei, gelangt man an den Kirnbergsee. Der Stausee ist umgeben von herrlichen Blumenwiesen sowie ausgedehnten Wäldern und ist vor allem wegen seines warmen Wassers und der schön angelegten Strände sehr beliebt. Obwohl Schwimmen, Surfen und Angeln bei den Besuchern an erster Stelle stehen, bieten in dem FFH-Schutzgebiet großzügig angelegte Schilfgürtel und ausgewiesene Ruhezonen Fischen und Wasservögeln genügend Laich- und Brutplätze.

Durch die ehemalige Köhlersiedlung Unterbränd geht es weiter in die Ortschaft „Auf dem Höchst“, die vom offenen Hochplateau auf 1.081 Metern Höhe aus schöne Ausblicke bietet, ehe man die Abfahrt nach Titisee in Angriff nimmt.

Insider-Tipps
Vom Straßenmusiksonntag (alle 2 Jahre am letzten Augustwochenende) über den Schwarzwaldmarathon (2. Oktoberwochenende) bis hin zum großen Herbst- und Volksfest der Region, der Bräunlinger Kilbig, ist in Bräunlingen immer etwas geboten.

Etappe 4 Titisee-Neustadt – Bonndorf 28 km ∆ 210 Hm

Sehenswertes
Der Titisee mit seiner Seestraße zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen in Deutschland. Das Seeufer mit Blick über den herrlichen Schwarzwald-See lädt zum Verweilen ein. Neben einer Bootsfahrt gehört der Erwerb des einen oder anderen typischen Schwarzwald-Souvenirs fast schon zum Pflichtprogramm.
Der „Bähnle Radweg“, welchem man dann ab Neustadt folgt, verläuft auf der ehemaligen Bahntrasse der Haslachtalbahn, genau dort, wo früher noch Gleise lagen. Vorbei am ehemaligen Bahnhofsgebäude von Kappel-Grünwald gelangt man bald zum Klausenbachviadukt, mit einer
Spannweite von 46 Metern.

Kulinarisches
Auf diesem Teilabschnitt findet jedes Leckermäulchen einen traditionellen, im Familienbetrieb hausgemachten Leckerbissen! Das Café Roters in Lenzkirch stellt nach eigenen Rezepten und edelsten Zutaten Pralinen und feinste Torten her. Bei der Brauerei Rogg in Lenzkirch kann man schon seit 1846 Biere von höchster Güte probieren und in der Schwarzwaldimkerei & Brennerei in Bonndorf-Holzschlag gibt es selbstgemachten Honig und Schnäpse im Hofladen zum Kaufen.

Insider-Tipps
In Bonndorf-Holzschlag gibt es die Möglichkeit, sich auf dem Bienenlehrpfad „VIA APIS – Welt der Biene“ über das Leben und den Nutzen der Bienen zu informieren. Auf dem rund 2 km langen Pfad durch Wiesen, Wald und Ort können neben 15 Stationen auch ein Insektenhotel und das Museum „Streuobstwiese“ entdeckt werden.

Wegbeschreibung

Von Bräunlingen geht es zunächst flach, dann ansteigend bis zum Kirnbergsee und nach Unterbränd. Anschließend folgt ein langgezogener Anstieg durch den Wald bis nach Eisenbach-Höchst. Auf dem Weg nach Titisee warten atemberaubende Panoramaausblicke in den Hochschwarzwald sowie eine rasante Abfahrt.
Kurz vor Neustadt durchqueren wir einen Abenteuerspielplatz mit Rastmöglichkeiten. Direkt am Badeparadies Schwarzwald vorbei gelangen wir anschließend ins lebhafte Titisee.
Von Titisee aus folgen wir Radwegen und ruhigen Straßen zurück nach Neustadt. Um zum Bahnhof zu gelangen, folgt man von der Gutachstraße der Beschilderung 100 m nach rechts. Am Ortsausgang werfen wir einen Blick auf die Hochfirstschanze, der größten Naturskisprungschanze Deutschlands. Ein waldreicher Abschnitt bis nach Lenzkirch schließt sich an, auf dem auch ein paar kürzere Anstiege zu bewältigen sind. Besonders beeindruckend ist hier die Unterquerung der 97 m hohen Gutachtalbrücke. Größtenteils flach und verkehrsfrei geht es nach Lenzkirch auf dem „Bähnle Radweg“ weiter über Holzschlag nach Bonndorf. Um in den Ortskern zu gelangen folgt man am Friedhof der Beschilderung geradeaus bis zum Schloss.

Etappe 5 Bonndorf – Stühlingen <-> 27 km ∆ 70 Hm

Sehenswertes
Unterhalb von Stühlingen-Blumegg gibt es die Möglichkeit, die Museumsmühle im Weiler zu besichtigen. Sie ist eine der ältesten und nahezu vollständig erhaltenen Mühlen Deutschlands.
Durch drei Mühlräder werden fünf Mahl- und Stampfwerke auf einmal angetrieben, wodurch Getreide und Früchte gleichzeitig gemahlen werden können.
Mit etwas Glück begegnet man auf der Weiterfahrt nach Weizen der berühmten Sauschwänzlebahn, die sich auf mehreren Viadukten bis nach Blumberg kringelt. In Stühlingen angekommen lohnt ein Blick in die Klosterkirche mit der Loretokapelle.

Kulinarisches
Alles Wissenswerte über die Herstellung des Schwarzwälder Schinkens, vom lebenden Schwein bis hin zum fertig geräucherten Schinken, kann man beim Bonndorfer Schinkenseminar erfahren und schmecken. (Für Gruppen ab 20 Personen, Voranmeldung bei der Touristinformation Bonndorf, Tel. +49(0)7703/7607)

Insider-Tipps
Ein Abstecher in die Bonndorfer Innenstadt lohnt sich zweifach!
In den Narrenstuben des Bonndorfer Schlosses ist das ganze Jahr über Fasnacht! Über 400 Fasnachtsfiguren und kunstvoll handgeschnitzte Holzmasken aus der Region können hier bestaunt werden. Zeit für eine Verschnaufpause bietet der Japanische Garten mit einem Pavillon im Stil einer japanischen Pagode und landestypischen Pflanzen unterhalb des Schlosses.
Im Festsaal des Schlosses sind international besetzte Konzerte zu hören und Ausstellungen zur klassischen und zeitgenössischen Kunst werden in den angrenzenden Sälen präsentiert.

Etappe 5 Stühlingen – Tiengen <-> 24 km ∆ 10 Hm

Sehenswertes
Weiter führt der Weg entlang der Wutach, die hier die Grenze zur Schweiz bildet, durch ein offenes, weites Tal. Wutöschingen bildet das Zentrum der modernen Aluminiumindustrie. Was hier einst mit einer, durch Wasserkraft betriebene Mühle begann, etablierte sich im Laufe der Zeit zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Region.
Kurz vor Lauchringen hat man zum ersten Mal einen Blick auf die Ruine der Küssaburg.

Kultur
Ein Stadtbummel durch Tiengens denkmalgeschützte, stimmungsvolle Altstadt sollte man sich am Ende der fünften Etappe auf jeden Fall gönnen. Der Storchenturm, die Barockkirche, verwinkelte Straßen mit engen Gassen, Reste der Stadtmauer, das Schloss der Grafen von Sulz, plätschernde Brunnen und Bürgerhäuser mit historischen Wandgemälden bilden den Reiz der Innenstadt. Wer noch Zeit hat sollte sich unbedingt zu einer der Stadtführungen durch Tiengen anmelden.

Insider-Tipps
In Ofteringen lohnt sich ein Abstecher zum Benediktinerkloster Marienburg. Das Kloster ist für seine Naturprodukte und verschiedene Liköre bekannt die hier selbst hergestellt und im Klosterladen verkauft werden. Zudem wurde in unmittelbarer Nachbarschaft zum Klostergebäude ein bemerkenswerter Kreuzweg mit 15 Stationen eingerichtet, der sich zwischenzeitlich aufgrund seiner Gestaltung auch zu einem Anziehungspunkt für Kunstfreunde entwickelte.

Wegbeschreibung

Von der Ortsmitte Bonndorf aus fährt man zunächst bergauf, um auf den oberhalb der Stadt verlaufenden Radweg zu gelangen. Kurz vor Münchingen wartet mit einem 360°-Panorama eine der besten Aussichten des 3Welten-Radwegs. Nach Ewattingen folgt ein kurzer Anstieg, gefolgt von einer langen Abfahrt nach Lausheim. Ein Stück auf der K6597 und zuerst an der Museumsmühle im Weiler und dann am Bahnhof Lausheim-Blumegg vorbei schließt sich an. Über Grimmelshofen geht es danach verkehrsfrei weiter nach Weizen-Bahnhof, der Endhaltestelle der Sauschwänzlebahn. Um diese zu erreichen, biegt man an einem großen Parkplatz nach rechts ab und folgt der Beschilderung. Die eigentliche Route führt weiter entlang der Wutach, direkt hinein nach Stühlingen.
Von Stühlingen aus verläuft der Radweg weiter entlang der Wutach. Durch das malerische Wutachtal fahren wir durch Eberfingen und an Eggingen vorbei. In Ofteringen können wir das Kloster Marienburg aus der Ferne betrachten. Entlang des gesamten Weges laden viele schöne Stellen zu einer Rast ein und eine Abkühlung in der Wutach ist ebenfalls willkommen. Im weiteren Verlauf führt der Radweg durch das Tal hinab nach Wutöschingen und durch Lauchringen. Über eine der vielen Holzbrücken über die Wutach gelangen wir nach Tiengen.

Etappe 6 Tiengen – Erzingen <-> 25 km ∆ 180 Hm

Aue Chly Rhy – Nähe Bad Zurzach

Sehenswertes
Etwa auf der Hälfte der Etappe entdeckt man das Wahrzeichen der Landschaft, die Küssaburg wieder. Als die Schweden während des Dreißigjährigen Krieges heranrückten, gab die kaiserliche Besatzung die frühere Wehranlage kampflos preis, nachdem sie sie vorher geplündert und angezündet hatte. Seit dieser Zeit ist die Burg eine Ruine. Sie ist jederzeit begehbar und der Aufstieg für eine Besichtigung auf den 634 m hohen Bergsporn lohnt sich.

Kulinarisches
In Erzingen, im südlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands, hat der Weinbau seit Menschengedenken Tradition. Naturbewusster Pflanzenschutz und umweltschonende Bearbeitung liegt den Winzern besonders am Herzen.
Bei acht verschiedenen regionalen Winzern können Weinsorten wie Müller-Thurgau, Spätburgunder Rotwein, Weißherbst oder Rosé gekauft oder beim traditionellen Weinfest im Frühherbst probiert werden. Außerdem werden die verschiedensten Degustationen angeboten.

Insider-Tipps
Eine einzigartige Art der grenzüberschreitenden Rheinüberquerung kann man in Kadelburg und Bad Zurzach erleben. Mit der Gierseilfähre gelangt man in wenigen Minuten von Deutschland in die Schweiz. Auf diesem äußerst ökologischen Fortbewegungsmittel, bewegt nur mittels Strömung, Seil und Ruder, werden sogar Fahrräder mitgenommen.

Etappe 6 Erzingen – Schaffhausen <-> 22 km ∆ 140 Hm

Sehenswertes
In der Schaffhauser Weinbauregion, dem Blauburgunderland, erzählen die malerischen Weinbaudörfer mit ihren Riegelhäusern, idyllischen Gassen und Winkeln die hiesige Weinbaugeschichte. Das Städtchen Neunkirch lädt für einen kleinen Zwischenstopp ein. Kurz vor dem Etappenziel in Schaffhausen erwartet Sie mit dem Rheinfall ein imposantes Naturschauspiel. Auf einer Breite von 150 Meter stürzen jede Sekunde 700‘000 Liter Wasser tosend über eine Klippe von 23 Meter Höhe. Das Besteigen des Felsens und die Bootsfahrt im Rheinfallbecken bieten für jeden Besucher ein unvergessliches Erlebnis.

Kulinarisches
Die Hallauer Schinkenwurst die bekannteste Wurstspezialität der Region Schaffhausen, speziell im Klettgau.

Insider-Tipps
Übernachten Sie wie Diogenes, der griechische Philosoph der Antike in einem 16‘000 Liter Weinfass im Fasstastischen Hotel der Familie Rüedi in Trasadingen.

Wegbeschreibung
Von Tiengen aus starten wir entlang der Wutach nach Westen. Nach der Überquerung der Schlucht biegen wir links ab auf den Rheintal-Radweg. Diesem folgen wir bis nach Kadelburg mit Blick auf den Rhein. Wir fahren nun ein Stück am Rhein entlang bis wir in Rheinheim ankommen. Hier verlassen wir den Rhein, wenden uns nach Norden und fahren über Dangstetten nach Bechtersbohl. Hier thront die Ruine Küssaburg über dem Ort. Dann fahren wir weiter und gelangen über Geißlingen nach Erzingen im Klettgau kurz vor der Schweizer Grenze. Zwischen Erzingen und Trasadingen überqueren wir die Grenze zur Schweiz und fahren vor Trasadingen rechts in Richtung Wilchingen. Weiter geht es durch Felder nach Neunkirch. Wir haben einen schönen Blick auf die umliegenden Weinberge und auf den Randen. Durch das Stadttor gelangen wir in die malerische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern. Danach geht die Strecke durch Wiesen und Felder über Beringen nach Neuhausen am Rheinfall. Hier lohnt sich ein Abstecher zum Rheinfall oder zum Schloss Laufen.
Am Rhein entlang fahren wir dann bis zum Ausgangspunkt nach Schaffhausen.

Radwegflüsterer

Einzigartiges bietet Ihnen unterwegs der Radwegflüsterer. Lassen Sie sich das Besondere eines Ortes im lokalen Dialekt erzählen (es gibt auch eine schriftdeutsche Version).

Wie funktioniert es? Achten Sie auf das Zeichen «Radwegflüsterer» im Tourbook, bzw. auf die Schilder unterwegs. Scannen Sie entweder den QR-Code links unten im Schild oder besuchen Sie die Seite www.radwegfluesterer.de. Hier finden Sie sämtliche Mundart-Geschichten und wählen die entsprechende aus. Viel Spaß beim Zuhören.

Tipp: Laden Sie die Geschichten vorab zu Hause auf Ihr Handy, das spart unterwegs Zeit, Mühe und Gebühren (Roaming).

Weitere Informationen zu den Naturparken finden Sie unter:
• Naturpark Südschwarzwald, Haus der Natur, Dr.-Pilet-Spur 4, D-79868 Feldberg, www.naturpark-suedschwarzwald.de
• Jurapark Aargau, Linn 51, CH-5225 Bözberg, www.jurapark-aargau.ch
• Regionaler Naturpark Schaffhausen, Hauptstrasse 45, CH-8217 Wilchingen, www.naturpark-schaffhausen.ch

Bildquelle: © Peer Füglistaller

Autor: Simone Grosspietsch

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