Schwarzwälder Tannenhonig

Besonders gut schmeckt der Tannenhonig auf einem Stück frischen Bauernbrot und Bauernbutter.

Der Tannenhonig unterscheidet sich durch seine dunklere Farbe und den Grundbaustoff – dem Honigtau vom Blütenhonig. Für den Blütenhonig sammeln die Bienen den Pflanzennektar und beim Waldhonig ist es der Honigtau.

Für den Tannenhonig braucht man zunächst einmal einen großen Wald aus Tannen – somit ist der Schwarzwald der optimale Ort um reinen Tannenhonig herzustellen.

Der Tannenhonig zählt zum Waldhonig und ist eine besondere Spezialität. Er stammt überwiegend von Weißtannen. Im Schwarzwald gibt es die einzigen größeren Weißtannenwälder Deutschlands. Deshalb hat sich der Name Schwarzwald-Weißtannenhonig als gängige Bezeichnung durchgesetzt.

Die Weißtanne hat ihren Namen von den weißlichen Streifen auf der Unterseite der Nadeln. Die Tannen produzieren an ihren Nadelspitzen eine süßlich schmeckende Flüssigkeit. Blattläuse lieben diese Flüssigkeit und saugen so viel davon auf, dass sie selbst eine süße Flüssigkeit aussondern. Diese wird von den Bienen gesammelt und ist der Grundstoff für den Tannenhonig.

Der Tannenhonig aus dem Schwarzwald schmeckt herb-würzig, hat jedoch eine feinere Süße als anderer Waldhonig. Der Weißtannenhonig schimmert meist grünstichig. Das Farbspektrum reicht aber von Dunkelbraun bis Grünschwarz. Das liegt allerdings nicht alleine an den Weißtannen, sondern auch an der Lausart. Man kann also nicht nur vom äußeren Eindruck auf die Qualität des Honigs schließen. Im besten Fall duftet und schmeckt der Tannenhonig nach frischem Waldboden und Nadeln.

Der Tannenhonig enthält auch ätherische Öle und kann daher zur Behandlung von Krankheiten im Bronchialbereich eingesetzt werden. In heißen Tee sollte man ihn allerdings nicht geben, denn wenn er stark erhitzt wird (über 45° Grad) verliert er seine heilkräftigen Eigenschaften, die Enzyme und Vitamine werden zerstört.

Autor: Simone Grosspietsch

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